mirroring by ( 849356)

Hör auf dein Herz

Posted by Roland on Juni 14, 2015One Comment

-> Englisch Version

 

Viele von uns haben in ihrer Jugend eine der wichtigsten Fähigkeiten verlernt. Die Kunst uns selbst zuzuhören. Wir laufen teilweise ziellos durchs Leben und fühlen uns als seien wir aus dem Takt geraten. So als würde etwas enorm Wichtiges fehlen. Wie können wir wieder in Einklang mit uns selbst zu kommen, wie können wir unsere Mitte wiederfinden?

 

Wovon das Herz voll ist läuft der Mund über

 

Ein erster Schritt kann es sein, uns selbst zuzuhören. Die Dinge, die wir jeden Tag unseren Arbeitskollegen, am Wochenende den Freunden und der Familie erzählen, können uns einen Anhaltspunkt geben, was wir in uns selbst vermissen. Dies ist genauso wahr mit den guten wie den schlechten Dingen. Die einen wollen wir für uns selbst, die anderen können wir an uns selbst nicht leiden.

Die Welt ist voll von anderen Menschen und den Dingen, die sie aus unserer Sicht richtig oder falsch machen. So voll, das wir unterbewusst die Eigenarten oder Begegnungen herausfischen, die uns wichtig sind. Warum sind sie uns wichtig? Weil es Dinge sind die wir an uns selbst nicht mögen oder die wir bei uns selbst noch ausbauen wollen.

 

Halten wir einen Moment inne im Chaos der Welt und versuchen einen Ort der Stille aufzusuchen. Denken wir darüber nach, was wir sagen und wie wir handeln, so können wir manchmal erkennen, wonach unser Herz am meisten verlangt. Es ist nicht so, dass die Welt und die Menschen darin Dinge nur tun weil wir da sind und sie unterbewusst dazu bringen. Aber die Dinge, die wir in der Welt besonders wahrnehmen, sind genau jene, die unser inneres oder äußeres Selbst reflektieren.

 

Was wir also sehen sind Schwächen, die wir bekämpfen und Stärken, die wir noch ausbauen möchten. Oft ist unsere Reaktion umso stärker, je klarer wir uns selbst gespiegelt sehen. Natürlich können wir auf den Spiegel wütend sein, dass er uns ein Bild von uns zeigt das wir nicht sehen wollen. Es wird uns aber nicht voranbringen.

 

Es ist unsere Aufgabe an uns zu arbeiten. Wir können den Anderen nicht verändern, wenn wir nicht vorher uns selbst ändern. Haben wir das getan, so können wir dem Anderen eine unterstützende Hand geben, sofern wir das Problem dann überhaupt noch als solches betrachten.

 

Jedes Ärgernis ist eine Chance uns zu verbessern

 

Diese selektive Wahrnehmung, die wir haben kann uns also helfen die Bereiche zu erkennen, an denen unser Herz momentan besonders hängt. Hören wir uns zu und erkennen was uns bewegt.

 

Sehen wir beispielsweise jemanden, der andere Menschen schlecht behandelt und runtermacht, so kann es etwa unsere Schwäche ansprechen, den Umstand, dass wir uns selbst oder andere ähnlich behandeln oder zulassen, dass wir oder andere so behandelt werden.

 

Jemand der sich durch seine Arbeit hervortut und dem wir seinen Erfolg missgönnen weil er vielleicht zu streberhaft oder zu arrogant ist, spiegelt vielleicht unseren eigenen Hochmut oder unsere noch unterentwickelte Stärke, die Fähigkeit hart zu arbeiten, wieder.

 

Jetzt ist natürlich nicht alles ein Spiegel unseres Selbst. Doch die Dinge, die uns wichtig sind haben mit Sicherheit damit zu tun, dass wir einen Teil unseres Selbst darin wiedererkennen. Ob zum Guten oder zum Schlechten ist dabei erstmal irrelevant. Wichtig ist, dass wir die Dinge erkennen und unsere Erkenntnisse nutzen um an uns zu arbeiten.

 

Um unseren Nächsten zu lieben wie uns selbst, müssen wir uns unsere eigenen Schwächen zugestehen und vergeben. Wenn wir unsere eigenen Schwächen überwinden so überwinden wir auch die Schwächen der Anderen und wenn wir unsere Stärken ausbauen, so können wir auch die Stärke der anderen anerkennen.

 

mirroring by (<a href=http://pixabay.com/de/spiegelung-kugel-ball-reflektion-711926/> 849356</a>)

Spiegelung by ( 849356)

 

Vielen Dank, dass du mich auf diesem Weg zur Selbsterkenntnis begleitest.

 

Roland

facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

One comment to "Hör auf dein Herz"

  1. Karin sagt:

    Mein lieber Roland, ich bin so erfreut, wie viele positive und gute Gedanken du dir machst und welche Erkenntnisse du gewonnen hast und wünsche dir, dass du das für dich Beste daraus nehmen und verwirklichen kannst. Gott sei Dank, dass es dich gibt!!

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *